Vogelsberger LANDHerbst

Herbstliches Sinnesabenteuer

 

Der Herbst ist da! Noch wärmen die Strahlen der Sonne sanft die Haut. Die Luft ist klar und belebt die Lungen. Ein Warmlichtfilter liegt auf der Landschaft. Das Farbenmeer aus roten, gelben, orangen und goldenen Blättern beginnt zu leuchten. Nebelschwaden über dem Fischteich kühlen das Gemüt.

Herbstkräuter, bunte Wälder, Stoppelfelder, Erntezeit, intensiv blaue Himmel und klare Sternennächte inspirieren die Gastgeber im Vogelsberg. Angebote rund ums Schlemmen, von Brotbacken über Krimidinner bis Wildwochen stehen ganz oben.

In ländlichen Hotels, Landgasthöfen oder geschmackvoll eingerichteten Ferienwohnungen finden sich Unterkünfte für den persönlichen LANDHerbst. Natur, Kultur, Brauchtum und die Vogelsberger Küche wollen erkundet werden, Gastgeber geben Tipps und erzählen gerne ihre eigene Herbstgeschichte.

 

Feuer und Wasser – diese Elemente erschufen und prägten die Vulkanregion Vogelsberg. Vor 15 Millionen Jahren flogen und strömten die letzten Lavamassen aus dem Untergrund heraus. Heute bilden die aufgetürmten Basaltmassen Stoff für Märchen und Sagen und die Kulisse für Wanderungen durch die faszinierende Landschaft des Hohen Vogelsberges.

Der Herbst ist wohl die schönste Zeit zum Wandern. Bunte Mischwälder, offenes Weideland und eine kleinräumige Heckenlandschaft, dazwischen quirlige Bachläufe und Vulkangestein machen die Wegeführung abwechslungsreich. Zertifizierte Rundwege, Natur- und Geotouren führen zu den schönsten Plätzen.

Gewaltige Basaltsäulen und Basalt-blockfelder sind Zeitzeugen des Vulkanismus in der Vulkanregion Vogelsberg. Viele sind als Geotope ausgewiesen. Unter fachkundiger Führung enthüllen Sie ihre dramatische Entstehungsgeschichte. Geoführungen finden Sie im Veranstaltungskalender.

 

Gipfel-Kultur

 

Wenn die Tage kürzer werden, die Arbeit erledigt ist, dann haben die Vogelsberger Zeit für Kultur:
Die Alsfelder Kulturtage, „Ohm sweet Ohm“ in Homberg, die Lesereihe „Nidda erlesen“, das Krimifestival in Laubach oder  das Jazzkonzert in Schlitz

Mit dem Nachtwächter durch eine abendliche Altstadt oder auf Spurensuche im Laubach des 18. Jahrhunderts – Geführte Erlebnistouren haben in der dunklen Jahreszeit des Herbstes ihren besonderen Reiz. Bei der Themenführung „Triller, Karzer, Wachholder“ lässt sich auf unterhaltsame Weise die Welt der Frauen des Mittelalters entdecken. Weitere spannende Führungen finden Sie im Veranstaltungskalender.

Oder gehen Sie selbst auf Entdeckungsreise, denn viele Altstädte beeindrucken mit einer nahezu vollständig erhaltenen historischen Bebauung und geschlossenen Fachwerkensembles. Ein Gewirr von Gassen mit stillen Winkeln, kleinen Fachgeschäften und Cafés lassen sich hier entdecken. In den idyllischen Dörfern finden Sie liebevoll restaurierte Bauernhäuser. Burgen und Schlösser, Zeugen herrschaftlichen Lebens auf dem Land, thronen auf Bergrücken oder bestimmen den Mittelpunkt der Ortsbilder.

 

 

 

Es raschelt und knistert beim Spaziergang durch den Wald. Die Kräuterfrau zeigt eine Pflanze mit kleinen weißen Blüten: Das Hexenkraut. Passt, denkt man, auf einer Kräuterwanderung liegt das Mystische nah. Und tatsächlich steht diese Zauberpflanze für Sympathie. Sie wurde früher in die Hosentasche oder den Rocksaum gesteckt, wenn man jemandem gefällig werden wollte.

Dann der Stinkende Storchenschnabel, auch Ruprechtskraut genannt. Wenn die Pflanze abgeblüht ist, erkennt man einen Schnabel anstelle der rosafarbenen Blüten. Und natürlich ist es ein Fruchtbarkeitskraut, als Tee oder Tinktur soll es helfen schwanger zu werden. Wissenschaftlich nachgewiesen ist die reinigende und entgiftende Wirkung. Und jetzt wird es richtig spannend: Pflanzen, die auf Leber und Galle wirken, wirken auch auf die Psyche, sind stimmungsaufhellend. Sprichwörter wie „über die Leber gelaufen“ oder „die Galle läuft über“ haben hier ihren Ursprung. Uraltes Wissen, spannend erzählt, erfahren Sie bei den zahlreichen Kräuterführungen. In Kräuterkochkursen und -workshops können Sie Ihr erworbendes Wissen erweitern.

Vulkanregion Vogelsberg – immer wieder neu entdecken!

 



 

 

Kultur- und Geheimtipps, Kunsthandwerker-, Garten-, Regional- und Bauernmärkte, Erlebnisführungen in der Natur oder in den Fachwerkstädten, Kulturveranstaltungen, Kulinarik und vieles mehr ...

Download oder alle Termine direkt im Online-Veranstaltungskalender einsehen.

 


Kulinarik im Vogelsberger LANDHerbst

 

Inspirationen aus Feld, Wald und Wiese. Mit regionalen landwirtschaftlichen Produkten, Wild aus heimischen Wäldern und der Kreativität Vogelsberger Köche werden traditionelle Herbstgerichte und raffinierte Rezepte zum kulinarischen Hochgenuss.

 

Die Vogelsberger stehen auf Regionales. Käse, Wurst, Fleisch, Brot, Aufstriche, Honig, Kuchen oder Kräuter kaufen sie auf dem Wochenmarkt in ihrem Städtchen oder auf monatlichen Bauern- und Spezialitätenmärkten wie in Alsfeld oder Bad Salzhausen.

Obendrein feiern die Vogelsberger gern und nutzen den Herbst und die letzten sonnigen Tage, um besondere Bräuche und lokales Kunsthandwerk zu ehren: in Grebenhain-Bermuthshain feiert man das Apfel-Kartoffel-Hoffest, in Metzlos das Hoffest, Ulrichstein, Freiensteinau und Nidda laden zum Herbstmarkt ein,  Grünberg zum Gallusmarkt  und Homberg zum Kalten Markt, die Oberhessischen Kunst- und Kürbistage locken nach Hungen-Villingen, der Herbstzauber nach Laubach, Erntedankfeier in den Vogelsberggarten Ulrichstein,  der Tag der Regionen nach Lich-Eberstadt und, und, und…

 

 

Im Herbst lohnt es sich auf der Fahrt auf dem 94 km langen Vulkanradweg einen Gang runter zu schalten, in der Weite die bunten Wälder zu bestaunen, den Duft nasser Felder und Wiesen zu genießen und sich von den Obstbäumen einen Apfel zu stibitzen.

Während der Aktionswochen „Apfel küsst Knolle“ bieten zahlreiche Gastronomen entlang des Vulkanradweges Klassiker wie „Beulches“ oder „Himmel und Erde“ und weitere Leckereien rund um den Apfel und die „tolle Knolle“. Stadtführungen, Hof- und Backofenfeste runden das Angebot ab. Weitere Informationen unter Kulinarisches und www.vulkanradweg.de.

 

Eine Explosion der Geschmacksinne: Wildconsommé mit getrüffelten Griesklösschen und Wurzelgemüse, „Rehrücken im Fichten Wald“ mit Kürbispüree, karamellisiertem Apfel und sautierten Fingermöhrchen. Während der Vogelsberger Wildwochen zaubern Vogelsberger Gastronomen kulinarische Köstlichkeiten für ihre Gäste.

Die vielfältige, abwechslungsreiche Landschaft der Vulkanregion mit Wald, Hecken, Wiesen, Weiden, Äcker und viel Wasser gewährt dem Wild einen idealen Lebensraum. Daher ist der Wildbestand sehr ausgeprägt und zahlreich.  Die fruchtbaren Vulkanböden bieten den  heimischen Wildtieren ein breites Spektrum an  Kräutern, Gräsern, Knospen und Früchten. Das ist die beste Grundlage für gesunde, starke Wildtiere und qualitativ sehr hochwertiges Wildfleisch. Die Wildwochen locken vom 2. Oktober bis 10.November 2019 zum Genuss. www.vogelsberger-wildwochen.de

 

 

Vogelsberger Beulches

Vogelsberger Beulches
Zutaten
500 g Kartoffeln 2 Stangen Lauch
250 g  Blutwurst  
250 g  mageres Pökelfleisch  
2  Eier  
1 Tasse  Paniermehl  

Salz, frisch gemahlener Pfeffer


Zubereitung
Kartoffeln schälen und reiben. Lauch in Ringe schneiden. Blutwurst und Pökelfleisch klein würfeln. Alles in einer Schüssel mit Eiern und Paniermehl vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
In ca. 10 x 30 cm große Leinensäckchen füllen. In einen Topf mit kochendem Salzwasser geben und bei geringer Hitze ca. 1 Std. kochen lassen. Beulches mit kaltem Wasser abschrecken und aus den Leinensäckchen nehmen. Mit einer Lauch- oder Zwiebel-Speck-Soße anreichen.
Tipp: Statt Blutwurst und Pökelfleisch können auch Fleischreste, Speck oder Rote Wurst verwendet werden. Übrig gebliebene Beulches am nächsten Tag in Scheiben geschnitten mit etwas Butter anzbraten. Dazu schmeckt eine herzhafte Bratensoße oder Apfelbrei.

„Gemischt Kraut“

oder „Kraut un‘ Gehacktes durchenanner“
Zutaten
500 g Schweinehackfleisch 1 Zwiebel 1 kg Weißkraut Essig, Schmalz oder Öl, Salz, Pfeffer


Zubereitung
Weißkraut hobeln. Hackfleisch in Schmalz oder Öl in einem großen Topf anbraten, salzen. Die Zwiebel würfeln und kurz mitbraten. Weißkraut dazugeben und alles ca. 5 Minuten dünsten. Einen Schuss Essig und 1/4 Liter Wasser dazugeben. Mit Deckel ca. 45 Minuten dämpfen bis das Kraut weich ist.
Dazu schmecken Salzkartoffeln oder Kartoffelbrei.
Tipp: Kochen Sie die Pellkartoffeln für das Vogelsberger Herbstgericht in Bad Salzhausener Solewasser. Aufgrund des hohen Mineraliengehalts im Wasser bleiben die guten Inhaltsstoffe der Kartoffel besser erhalten.