VOGELSBERGER LANDFrühling

Wohltuendes Erwachen

Noch sind sie grün, aber bald lockt die sacht wärmende Sonne bunte Blüten hervor. Auf den weiten Bergmähwiesen zeigen sich Arnika und Habichtskraut, Waldstorchenschnabel, Wollgras sowie eine Vielzahl seltener Heilkräuter und Gewächse. Der Vogelsberger LandFrühling hat viele Gesichter.

Hier an der Herchenhainer Höhe verbreiten die Wiesen ihren zarten Duft, färben sich im Lauf des Frühlings von Gelb über Lila nach Weiß. Sie geben Schmetterlingen, Bienen und vielen anderen Nützlingen eine Heimat. Hat man sich daran satt gesehen, schweift der Blick über sanfte Hügellandschaften in die Ferne und genießt unverstellte Weitsichten. Ein friedlicher und freudiger Augenblick.


Kein Berg, ein Gebirge

Vor über zehn Millionen Jahren brodelte und bebte hier die Erde. Mehrere Vulkanausbrüche formten den Naturpark Vulkanregion Vogelsberg - kein einzelner Berg, sondern ein Mittelgebirge mit Gipfeln bis 773 Metern Höhe. Das mit 60 Kilometern Durchmesser größte Vulkanfeld Europas ist eine einzigartige Landschaft, mit unglaublich abwechslungsreichen Schauplätzen.

Mehr Informationen zur Geologie und zum Geopark Vulkanregion Vogelsberg


Vögel, Wasser, Blätterrauschen

Buchenwälder und Magerrasenwiesen, Lesestein-Wälle und Hutungen, Täler und Fernsichten, das Felsenmeer und das Hochmoor, hunderte von Quellen und überall der Basalt aus den Vulkanen in Bröckchen, Brocken oder in ganzen Blockhalden. Im Vogelsberger LANDFrühling, wenn die Sonnenwärme Fauna und Flora weckt, ist es ein besonderer Genuss, diese Naturbühnen zu erobern.

Per Pedes auf mehr als 900 Kilometern Fern- und Premiumwanderwegen oder auf vielen Rad- und Mountainbikerouten. Es lohnt sich, immer wieder innezuhalten und zu lauschen. Man hört – nichts. Kein Auto, kein Flugzeug, nur die Natur. Vögel trällern ihr Frühlingslied, Blätter rauschen im Wind, Quellen plätschern leise vor sich hin. Eine laute Stille.


Fachwerk und Salzekuchen

Und dann knurrt der Magen. Der Vogelsberg ist zwar die am dünnsten besiedelte Region Hessens, wartet aber mit vielen idyllischen Bauerndörfern und zahlreichen historischen Fachwerkstädtchen auf. Alsfeld, Schlitz, Ulrichstein, Grünberg, Laubach, Büdingen – einige sind Teil der Deutschen Fachwerkstraße. Und sie sind berühmt für Salzekuchen (Rezept), Schnittlauchsoße (Rezept) und Lammbraten. Traditionsreiche Gasthäuser und Restaurants bereiten sie mit regionalen Zutaten nach altem Brauch zu. Kulinarischer Höhepunkt im LandFrühling sind die Vogelsberger Lammwochen. Ein Genuss für Leib und Seele gleichermaßen. www.lammwochen-vogelsberg.de


Urlaubsplaner - Ab auf's Land

Für unseren Landurlaub braucht es nicht viel: Ein schnuckeliges Landhotel, eine Erlebnisführung zu den vulkanischen Ursprüngen der Region und abends ein leckeres Lamm-Menü. Die Bausteine dafür finden wir hier:

 

Erlebnisse entdecken

Geführte Wanderungen, Kräuterführungen, Märkte oder Frühlingsküche - so erleben wir den Vogelsberger LandFrühling »

 

 

Aufgetischt

Gastronomie: Regional muss es schon sein! Wie das Vogelsberger Lamm oder den typischen Salzekuchen schmecken, erfahren wir hier »

 

Foto: Romantik Hotel Schubert

Ausgeschlafen

Übernachten: Wo wir schlafen, ist das Land immer ganz nah. Vom Landhotel bis zur gemütlichen Ferienwohnung »

 

Foto: Ferienhaus Naturliebe


Hochmoor an der Breungeshainer Höhe

Seltenheit

Es ist über Jahrtausende gewachsen und eine naturkundliche Kostbarkeit. Das Hochmoor an der Breungeshainer Heide ist eines von nur zweien seiner Art in Hessen. Der fleischfressende Sonnentau ist hier zuhause, das Pfeifengras und die Moosbeere, die mit ihren Kriechsprossen das ganze Moor überspinnt. Schmetterlinge und Moorlibellen fühlen sich hier pudelwohl, ebenso Wanderer, die dem Biotop auf dem Höhenrundweg begegnen. Auch auf geführten Wanderungen und Fotosafaris finden Entdecker zu den Seltenheiten von Flora und Fauna. Dabei erfahren sie auch, warum das Hochmoor ein wichtiger Klimaschützer ist.


Wasser und Wellness

Über hundert Quellen entspringen im Vogelsberg! Im Oberwald sprudelt die bekannteste, die Niddaquelle. Auf Wander- und Radwegen folgt man ihrem Lauf über fast hundert Kilometer bis zur Mündung in den Main. Andere Quellen fließen in die Weser, denn im Oberwald scheidet sich das Wasser.

Für die Rhön-Quellschnecke liegt hier das Paradies. Manche Exemplare haben ihr Zuhause, die benachbarte Rhön, für einen Zweitwohnsitz im Vogelsberg verlassen. Die Rhön-Quellschnecke ist überaus wählerisch. Woanders in der Welt lässt sie sich nicht nieder. Auch menschliche Geschöpfe finden die Vogelsberger Wasserwelten sehr entspannend, zum Beispiel die Badeseen wie den Nieder-Mooser See oder die Heilbäder wie die Vulkantherme in Herbstein.