Das Beste aus den Rohstoffen – Handwerkskünste im Vogelsberg

Burgenstadt Schlitz


Echtes Leinen, verarbeitet zu Tischtücher, Bettwäsche, Küchentextilien. In Schlitz noch immer eine echte Handwerkskunst.

Die Leinenindustrie hat im Schlitzerland eine fast 200 Jahre alte Tradition. Früher als Haushaltsware produziert, haben die Stoffe, heute Verwendung in Flugzeugen, Zügen oder in internationalen Hotels und Schiffen gefunden.

In Schlitz lebt die Tradition. Webstühle u.a. aus dem 17. Jahrhundert sind heute noch funktionsfähig. Im Burgmuseum in der Vorderburg wird die Herstellung der Webereierzeugnisse an diesen Webstühlen vorgeführt und erlaubt Einblicke in diese jahrhundertalte Handwerkskunst. Die Textilfirmen »Driessen« und »Langheinrich« sind seit dem 19. und 20. Jahrhundert in Schlitz ansässig und stellen heute noch die Leinenstoffe vor Ort her. Mehr als drei Millionen Webmeter werden bei »Langheinrich« an 76 Webmaschinen pro Jahr verarbeitet. »Driessen« liefert das Leinen für das »Vogelsberger Hemd« – maßgenschneidert in der Lauterbacher Hemdmanufaktur. Gut vernetzt finden die Leinenstoffe in der Region und weltweit Abnehmer.

»Raue, erdige Note«, »Anklänge heimischer Früchte und florale Komponente«… Hinter der eindrucksvollen Silhouette der Burgenstadt Schlitz verbergen sich seit 1585 weitere regional produzierte Schätze. Schlitzer Whisky, Schlitzer Obstbrände oder Burgen Drinks. Graf Eustach entwickelte im 16. Jahrhundert seinen ersten Kornbrand aus regionalem Weizen. Im Laufe der Jahrhunderte wurden das Verfahren und die Rezeptur verfeinert. Das Beste aus den Rohstoffen machen, das ist damals wie heute die Devise. Die Herstellung der Liköre, Whiskys und Obstbrände kann man vor Ort mit allen Sinnen entdecken. Geführte Erlebnistouren durch eine der ältesten Brennereien der Welt geben in Schlitz einige Geheimnisse zu diesen besonderen Verfahren preis.

Vier Burgen und eine beeindruckend gut erhaltene Fachwerkstadt – die Schlitzer Architektur ist ein besonderes Meisterwerk. Eingebettet zwischen den Mittelgebirgen Vogelsberg, Rhön und Knüll. Über die Jahrhunderte hinweg hat sich die Stadt den besonderen »Zauber einer alten Grafschaft« bewahrt. Der Blick vom Hinterturm bietet eine wunderbare Sicht auf die Stadt und das Schlitzerland.

Das Umland der Stadt lässt sich gut Fuß erkunden. Bei einer Wanderung über den »Tempelberg« mit einem Abstecher ins Fachwerkdorf Fraurombach. Die Dorfkirche im Fachwerkdorf Fraurombach offenbart noch eine weitere künstlerische Besonderheit, ist doch hier eine seltene Secco-Wandmalereien über die Legende des byzantinischen Kaisers Heraklius zu sehen. In der Dorfmitte entführt das Bauernhausmuseum »Buisch ahl Huss« in längst vergessene Zeiten des bäuerlichen Lebens.

 

Geschichte(n) und Traditionen in Verbindung mit der Moderne – in Schlitz ist das zu erleben.  

 


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