Geschichte des Weihnachtsbaums

Die Tradition des geschmückten Weihnachtsbaumes, die heute weltweit bekannt ist, hat ihre Wurzeln mitten in Deutschland – und ihre ersten transatlanti...

Die Tradition des geschmückten Weihnachtsbaumes, die heute weltweit bekannt ist, hat ihre Wurzeln tief in Deutschland –und ihre ersten transatlantischen Schritte wurden maßgeblich von Persönlichkeiten aus der Region des Vogelsbergs und dessen Umgebung geprägt. Friederike von Riedesel, die Gemahlin des Regenten folgte ihrem Mann zu den Zeiten des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges nach Nordamerika. Heiligabend 1781 lud sie eine Gruppe englischer und deutscher Offiziere in ihren Salon im heutigen kanadischen Sorel (in der Nähe von Quebec) ein, wo ein mit Kerzen beleuchteter und mit Früchten dekorierter Weihnachtsbaum stand. Diese erstmalige Zurschaustellung eines geschmückten Weihnachtsbaums auf nordamerikanischem Boden markierte den Beginn einer heute weit verbreiteten Tradition. Noch heute weist eine Tannenbaum-Silhouette aus Metall vor dem damaligen Wohnhaus der Riedesels im kanadischen Sorel auf den ersten Christbaum Amerikas hin und erinnert an die historische Bedeutung dieses Ereignisses. Das romantische Fachwerkstädtchen Lauterbach, Stammsitz des Hauses Riedesel, putzt sich auch heute noch mit Lichtern und traditionellem Weihnachtsschmuck zur Weihnachtszeit prächtig heraus. Der amerikanische Weihnachtsbaum-Brauch ist eng mit dem Namen Charles Follen verbunden, der ursprünglich Karl Follen hieß und am 4. September 1796 in Romrod im Vogelsbergkreis geboren wurde. Als radikaler Burschenschafter musste Follen aufgrund politischer Verfolgung aus dem Großherzogtum Hessen fliehen. Er emigrierte 1824 in die USA und wurde bald Professor an der renommierten Harvard University in Cambridge. Aus Heimweh zu seiner Heimat im Vogelsberg soll Karl Follen 1832 einen kleinen Nadelbaum aufgestellt und mit Äpfeln und Nüssen geschmückt haben – eine private Feier, die schnell die Aufmerksamkeit der amerikanischen Gesellschaft erregte. Follen gilt damit als einer der ersten und wichtigsten Kulturvermittler, der den deutschen Weihnachtsbaum-Brauch in den akademischen Kreisen der USA etablierte und populär machte. Der Baum war für Follen nicht nur Dekoration, sondern ein Symbol für Heimat und Freiheit. Die Weihnachtsbaumkultur in Anrifttal-Ohmes liegt in der Höhenlage von ca. 360 m (NN), hier gedeihen unter anderem Nordmanntannen und Blaufichten.Naturnah angebaute Tannen wachsen nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit. D.h. der Bestand der Bäume minimiert sich nicht. Es werden kontinuierlich Tannen nachgepflanzt. Die Möglichkeit zum Selbstschlagen bietet Familie Hill bei Glühwein und Leckereien.

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