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Viele zart rosafarbene und bunte Blumen und Gräser stehen dicht an dicht beisammen. In der Ferne sind verschwommen die sanften Wogen der Vogelsberglandschaft, durchzogen von Feldern Wiesen und Hecken sowie waldreichen Bereichen, zu erkennen.

Deutsche Aktionstage der Nachhaltigkeit 2025

Die Aktionstage finden vom 18.09. bis 08.10.2025 unter dem Motto "Kann man Zukunft essen?" statt. Was ist die Vogelsberger Antwort darauf?
Tellergericht mit fühlingsbunten Zutaten wie orangen Karotten, grünem Spargel, grünem Salat, rotem Steak, gelbem Kartoffelstampf und zur Zierde einem Zweig grünem Rosmarin.
Bunt sieht es aus auf den Vogelsberger Tellern der Gastronomen von "Der Vulkan kocht!". Und genau unter dem Motto "bunt" werden alljährlich im Frühling während der Vogelsberger Genusswochen von März bis zum Johannitag regionale Produkte von Lieferanten und Erzeugern um die Ecke von findigen Köchinnen und Köchen zu saisonalen Leckerbissen verarbeitet.

"Kann man Zukunft essen?"

Vom 18. September bis zum 8. Oktober 2025 finden die Deutschen Aktionstage zur Nachhaltigkeit statt. In diesem Jahr steht alles unter dem Motto „Kann man Zukunft essen?“ 

Diese Frage regt zum Nachdenken an: Wie könnte die Ernährung von morgen aussehen? Wie wird die Nahrung der Zukunft hergestellt und welche Bedeutung hat das für unsere Gesellschaft? 

Der Vogelsberg hat eine Antwort darauf: Ja!
Ob Käse vom Hof nebenan, Brot aus alten Getreidesorten oder verschiedene Kartoffelsorten - in der Vulkanregion Vogelsberg wird Zukunft angebaut, geerntet und auf den Teller gebracht. 

Der Konsum regionaler Produkte in der Vulkanregion Vogelsberg ist ein Ausdruck von nachhaltigem Handeln. Der Besuch eines Hofladens bietet die Gelegenheit, die Produzenten und die Herkunft der Lebensmittel kennenzulernen. Damit wird nicht nur die lokale Gastronomie gestärkt, sondern auch der Erhalt der Kulturlandschaft gefördert.

Landwirtschaft

Der basaltige Boden prägt den Anbau von Kartoffeln und Getreide und in der Vielfalt der Pflanzen im Vogelsberg. Die Vegetation zeigt die ganze Bandbreite der Böden: von basenreich bis stark sauer, von flachgründig bis tiefgründig. Die mineralstoffreichen Böden verleihen den Kartoffeln ihren unverwechselbar intensiven Geschmack. 

46% der Flächen werden landwirtschaftlich überwiegend durch kleinstrukturierte Betriebe genutzt. Im Mittelpunkt steht der Aufbau regionaler Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen: Getreideerfassung, Schlachtbetriebe, kurze Wege und Wertschöpfung vor Ort. Das stärkt die Region, schafft neue Einnahmequellen und macht den Wert regionaler Produkte bewusster. 

Die Bergmähwiesen sind Kulturlandschaften und zugleich Lebensraum für die Tiere und Pflanzen. Ihre Bewirtschaftung übernehmen meist Rinder und Schafe. Im Vogelsberg gibt es etwa 800 ha Bergmähwiesen, damit liegen rund die Hälfte aller hessischen Bergmähwiesen im Vogelsberg. Die Tiere, „mähen“ dort, wo Maschinen nicht hinkommen. Das mit großen Maschinen gemähte Heu von anderen Flächen der Bergmähwiesen ist besonders kräuterreich und verleiht Milch, Butter und Fleisch ihr typisches Aroma, ihren Geruch und ihre Qualität Die Wiesen sind das „Gewürz im Futter“ – sie geben den Tieren, Inhaltsstoffe, die sie brauchen und sorgen für charaktervollen Geschmack. 

Auch bei der Saatgutgewinnung zeigt sich die Feinfühligkeit der regionalen Landwirtschaft: Die Samen der Bergmähwiesenpflanzen unterscheiden sich stark in ihrer Größe und werden gezielt für die Wiedersaat genutzt. So bleibt Artenvielfalt erhalten und die Kulturlandschaft lebendig. 

Viele zart rosafarbene und bunte Blumen und Gräser stehen dicht an dicht beisammen. In der Ferne sind verschwommen die sanften Wogen der Vogelsberglandschaft, durchzogen von Feldern Wiesen und Hecken sowie waldreichen Bereichen, zu erkennen.
Die artenreichen Bergmähwiesen der Vulkanregion Vogelsberg im Herzen Hessens sind ein Eldorado für Insekten. Da die Wiesen in den Hanglagen landwirtschaftlich schwer nutzbar sind, werden sie weitestgehend naturbelassen. Das Mähen erfolgt reduziert, die Landschaftspflege übernehmen oft Schafe. Auf den Bergmähwiesen gibt es eine unfassbare Vielzahl von Pflanzen, die wiederum zahlreichen Insekten Nahrung und Heimat bieten.
Das Vogelsberger Rote Höhenvieh ist eine rot-braune Rinderrasse mit Hörnern, mittlerer Größe und muskulöser Statur.
Das Vogelsberger Rote Höhenvieh war einst ein sehr verbreitetes Drei-Nutzen-Tier und ist heute wieder vermehrt im Vogelsberg zu finden. Als Zugtier wird es kaum noch gebraucht, aber bei der Landschaftspflege schwer zugänglicher Weideflächen in den Höhenlagen und auf den Bergmähwiesen leistet es wertvolle Dienste. Auch seine Milch ist reichhaltig und schmeckt nach frischen Bergkräutern. Sein nahrhaftes und besonders würziges Fleisch findet in der regionalen Gastronomie, wie in den Betrieben von "Der Vulkan kocht!®", großen Anklang.
Schafe beweiden im Schutze des Hutebaumes die steilen Bergmähwiesen der Vulkanregion Vogelsberg. Auf hohem Gras steht die Herde dicht beisammen unter einem blühenden Apfelbaum. Talabwärts hinter ihnen ist ein Ort in der Talsenke zu sehen. Dahinter erhebt sich die Landschaft sanft zu einem Höhenzug mit Waldbestand.
In der Vulkanregion Vogelsberg sind die Wiesen der Höhenlagen oft steil und steinreich. Hier, wo Landwirtschaft im großen Stil nicht möglich ist, übernehmen Schafe die wertvolle Aufgabe der Landschaftspflege und sogen für Erhalt von Flora und Fauna auf den Bergmähwiesen. Durch das Offenhalten der unzugänglichen Flächen, können sich Kräuter und vielerlei Pflanzen breit machen, die für zahlreiche Insekten Nahrung bieten.

Erzeugnisse

Anhand des "Vulkan-Teller"-Menüs

Die Region Produziert neben Getreide und Kartoffeln auch Rindfleisch, Geflügel und Heumilch. Aus diesen regionalen Erzeugnissen lassen sich ganze Menüs auf die Teller der Zukunft zaubern.

Im übertragenen Sinne kann man die Erzeugnisse der Vulkanregion Vogelsberg als Teller-Menü zusammenstellen und so eine nachhaltige Ernährung mit besonderen Gerichten erhalten. Von der Vorspeise bis zum Dessert bietet die Region verschiedene Erzeugnisse aus einer nachhaltigen und ökologischen Landwirtschaft. 

Der Vulkan-Teller: Kulinarisches Erbe und nachhaltige Zukunft

Die Vulkanregion Vogelsberg ist eine kulinarische Schatzkammer, die weit mehr als nur Getreide und Kartoffeln hervorbringt. Vom Vogelsberger Roten Höhenvieh bis zur Heumilch: die Erzeugnisse der Region bieten die perfekte Basis für ein komplettes Menü, das Nachhaltigkeit und Genuss vereint. Dieses "Vulkan-Teller"-Menü zeigt, wie die regionale Landwirtschaft nicht nur einzigartige Gerichte ermöglicht, sondern auch zum Erhalt dieser Kulturlandschaft beiträgt.

Vorspeise: Die Basalt-Platte

Die Vorspeise steht unter dem Motto "Erhalten durch Aufessen". Sie präsentiert Wurst und Fleisch aus dem Vogelsberg. Das Vogelsberger Rote Höhenvieh ist ein Paradebeispiel für eine nachhaltige Landwirtschaft: Robust, genügsam und an die kargen Böden angepasst, trägt es maßgeblich zur Landschaftspflege bei und bewahrt ein wertvolles Kulturerbe. Auch die Schafe der Region spielen eine wichtige Rolle: Ihre Beweidung der Bergmähwiesen sorgt für offene Bodenstellen, fördert die Pflanzenvielfalt und verleiht ihrem Fleisch durch Wildkräuter ein unverwechselbares Aroma. Sie sind der perfekte Beweis dafür, dass Naturschutz und Kochkunst Hand in Hand gehen können.

Hauptgang: Schicht für Schicht - die Vielfalt der Böden

Der Hauptgang zeigt, was in den vulkanischen Böden des Vogelsbergs wächst. Eine Besonderheit ist die Kartoffel "Blaue Anneliese". Diese optische und geschmackliche Rarität mit ihrem kräftigen Aroma ist nicht nur eine Bereicherung für jeden Teller, sondern auch ein Zeichen schonender Landwirtschaft, da sie von Hand oder mit kleineren Maschinen geerntet wird.

Ergänzt wird das Menü durch Reis aus Beta-Glucan-Gerste, der eine nachhaltige und gesunde Alternative zu herkömmlichem Reis darstellt. Er verbraucht über 80 % weniger Treibhausgase in der Produktion und ist allergikerfreundlich. Dazu gesellen sich Bio-Linsen, die als traditionelle Kulturpflanze in Mischkultur angebaut werden. Diese Form der Landwirtschaft schafft mehr Vielfalt auf den Feldern, was wiederum Insekten und anderen Tieren zugutekommt.

Dessert: Lava-Frucht und flüssiges Gold

Die Nachspeise entführt uns in die Streuobstwiesen, die das Landschaftsbild des Vogelsbergs prägen. Äpfel, Birnen und Pflaumen bilden die Basis für fruchtige Desserts, die die Region erlebbar und schmeckbar machen. Der süße Abschluss kann durch regionalen Honig verfeinert werden, der das Aroma der blühenden Wiesen in sich trägt. 

 

Rot leuchtende Äpfel hängen dicht an dicht im grünen Laub des Apfelbaumes. Ein bisschen blauer Himmerl schimmert durch.
Ein Genuss sind die vielen Apfelsorten im Vogelsberg. Auf den Streuobstwiesen wachsen nicht nur die Klassiker sondern auch viele alte und seltene Sorten, wie z.B. die späte Sorte Schafnase.
Eine Hand greift zu den Kartoffeln im Erdloch, die noch an der Pflanze hängen. Ringsum ist Erde zu sehen mit etwas Grünzeug.
Das Rohprodukt des "Vogelsberger Reis" ist eine spezielle Form der Wintergerste, den den allerhöchsten Wert an Beta-Glucan aller Getreidesorten enthält. Diese Vogelsberger Delikatesse ist daher besonders allergenarm und cholesterinsenkend.

Verarbeitung und Vermarktung

Vogelsberger Betriebe in Landwirtschaft und Gastronomie sichern den Fortbestand der regionalen Produkte. Erst durch bewussten Konsum kann ihre Vielfalt erhalten bleiben. In Hofläden und auf regionalen Märkten des Vogelsbergs finden sich die verarbeiteten Lebensmittel wieder, die den Kreislauf zwischen Produzenten und Konsumenten lebendig halten. Die Gastronomie wiederum veredelt diese Erzeugnisse mit handwerklicher Kochkunst und bringt sie als kulinarisches Erlebnis auf die Teller der Gäste. Die Landwirtschaft stellt mit den regionalen Tieren und Wiesen und Weiden, qualitativen Honig, Milch und Käse her. Aus der Wolle von Schafen entstehen wärmende Produkte. 

Erhaltung

Erhaltung und Aufklärung werden in der Region durch vielfältige Institutionen und Initiativen getragen – von DER VULKAN KOCHT!© bis hin zu Veranstaltungen regionaler Vereine. Neben Gastronomie und Landwirtschaft engagieren sich auch die Ökomodellregion Vogelsberg, das Naturschutzgroßprojekt und viele weitere Akteure für die Bewahrung der Landschaft und die Zukunft regionaler Betriebe. 

Tradition und Wissen werden bewusst erlebbar gemacht: Backworkshops in historischen Backhäusern, Kochkurse mit heimischen Gastronomen sowie Kräuterwanderungen und Pilzkurse vermitteln den achtsamen Umgang mit regionalen Lebensmitteln und zeigen die Vielfalt der Natur. Teilnehmer lernen wie Pflanzen, Obst, Gemüse und Fleisch zu kulinarischen Genüssen verarbeitet werden können. 

So wird deutlich: Jeder Einzelne in der Vulkanregion Vogelsberg trägt zur Bewahrung und Aufklärung der Biotope bei. Die Ökomodellregion setzt dabei besondere Schwerpunkte, etwa dem Erhalt der Bergmähwiesen. Veranstaltungen wie das Vogelsberger Bergmähwiesenfest sowie geführte Touren durch die Natur verbinden Wissen, Wertschätzung und Freude gleichermaßen. 

Ein Haufen Kartoffeln auf dem Feld ragt von rechts ins Bild. Links steht ein alter Traktor. Der Himmel sieht wie gutes Wettera aus.
Die Mineralstoffreichen Böden des Vulkan Vogelsberg bringen besonders schmackhafte Kartoffeln hervor. Eine ganz besondere Art ist die "Blaue Anneliese", die wie ihr Name schon verrät bläulich gefärbt ist.
Ein kauendes Schaf blickt inmitten seiner Herde in die Kamera. Das Gras ist saftig grün und der Himmel strahlend blau.
Schafhaltung hat im Vogelsberg Tradition, denn auf den schwer zugänglichen Höhenlagen leisten die weidenden Herden wichtige Pflegearbeiten der Landschaft. Und auch das Fleisch der Vogelsberger Schafe ist ein Genuss, da es aufgrund der kräuterreichen Nahrung nicht nur besonders aromatisch ist, sondern auch viele Vitamine und Mineralien enthält.

Kochkurse im Vogelsberg

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Gütesiegel

Küchenarten

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Barfüßergasse 2, 35305 Grünberg

Vegan, German

Höhenstraße 20, 63697 Hirzenhain

Schlossberg 5, 63688 Gedern

Hochwertige Regionale Küche, Kochseminare und Barbecue, mehrfach ausgezeichnet. 

Regional

Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit im Aktionszeitraum

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Zielgruppen

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Am Ritterberg 34, 36341 Lauterbach

Sa., 07.03.2026

Vogelsbergstraße 16, 36341 Lauterbach

saubere, gut erhaltene Kleidung tauschen

So., 29.03.2026