Grebenhainer Vulkanrunde


Rund ums wilde Schwarzbachtal und den Luftkurort Ilbeshausen-Hochwaldhausen führt diese 7,5 km lange „Vulkan“-Runde durch eine abwechslungsreiche Landschaft zu den schönsten Basaltformationen und Aussichten. (Markierung: R1, R2, R3, R4). Der permanente IVV Wanderweg dient als Wegführung für den Wettbewerb "Schönster Wanderort Hessens" vom HR4, den der Luftkurort Ilbeshausen-Hochwaldhausen 2011 gewonnen hat.

Rund um den Luftkurort Ilbeshausen-Hochwaldhausen erstrecken sich 4 Rundwanderwege mit einer Länge von insgesamt ca. 12,5 Km. Ideal ist die Verknüpfung der jeweils in einander übergehenden Rundwege. So kann der Wanderer eine große Rundwanderung um den Luftkurort Ilbeshausen-Hochwaldhausen auf einer Strecke von ca. 7,5 km unternehmen. Alle Höhepunkte der 4 Rundwanderwege reihen sich dann in schöner Abwechslung aneinander.

Ausgangspunkt ist das Informationshaus am Kurpark mit dem großen Parkplatz. Hier stehen vor Ort Informationstafeln, die die Streckenführungen nochmals verdeutlichen. Am Ende der Wanderung lädt der Kurpark mit Kneipptretbecken, Minigolfanlage und Familien-Freibad zum Verweilen ein.

Gestartet wird auf dem R1 in Richtung Vogelsbergklinik. Nach Querung des Neubaugebietes geht es über die Felder hoch zum Kleekopf. Hier schlängelt sich ein schöner Pfad durch den dichten Mischwald.  Bald trifft man auf eine Lichtung mit Ruhebank, von der man einen herrlichen Blick nach Ilbeshausen-Hochwaldhausen hat. Weiter geht es links an einer Schutzhütte vorbei einen Pfad hoch zu den „Spitzen Steinen“ (ca. 200m), einem alten vulkanischen Durchbruch. Die bis zu 10m hohen Basaltfelsen bilden ein bizarres Felsengebilde inmitten des Buchenwaldes.

Quert man diese Formation führt auf der anderen Seite der Pfad wieder nach unten, ab hier befindet man sich auf dem R2. Der Weg kreuzt einen breiten Forstweg und schlängelt sich sanft in Richtung Ilbeshausen. Der Wald liegt voll mit größeren und kleineren Basaltbrocken – auch der Weg ist nicht frei davon, so dass man genau schauen muss, wohin man tritt. Dafür kommt man an einer weiteren, imposanten Felsformation vorbei: der Teufelskanzel. Hier soll der Teufel mit Holzfällern ein hartes Blatt Karten gespielt haben. Als er von den cleveren Leuten geprellt wurde zog er verärgert von dannen. Erst hier sahen die Holzfäller, dass der Böse Mann einen Pferdehuf statt eines Fusses hatte. Noch heute soll man den „Schwefel“ des Verärgerten an dieser Stelle riechen können.

 Auf der Talsohle im Schwarzbachtal trifft man wieder auf einen befestigten Waldweg, auf dem es links auf dem R4 weitergeht. Man quert den „Schwarzen Fluss“ auf einer Brücke neben einer Schutzhütte.

Man sagt, der Schwarzbach sei der schönste Fluss im Vogelsberg. Hier zeigt er sich von seiner urwüchsigen Seite. In seinem Bachbett kämpft er unablässig gegen die großen Basaltquader an, die ihm den geraden Weg versperren. Armdicke Zweige, Unterholz und ganze Baumstämme hat er mitgerissen, auch sie liegen kreuz und quer im Fluss und vermitteln den Eindruck  von unberührter Natur. Wie schön, dass es trotzdem eine gemütliche Bank am Wegesrand gibt, von der aus man den Anblick genießen kann.

Entlang des Schwarzbaches führt die Strecke zu den Uhuklippen, einer der größten Basaltformationen im Vogelsberg und außerdem Naturdenkmal. Der Sage nach ist hier der Kopf eines versteinerten Riesen zu finden, der nach einem Kampf der Riesen auf dem Taufstein getötet worden war. Wer genau hinschaut, kann den Kopf noch heute erkennen.

Der Weg biegt ein Stück hinter den Uhuklippen rechts ab und kommt am „Pflanzgartenhaus“ auf einen Forstweg. Ab hier geht es auf dem R3 wieder nach links und 200m weiter wieder nach rechts auf einen Erdweg, der parallel zur L3305(Ringstraße) führt, dann die L3140 (Lanzenhain-Ilbeshausen) überquert und geradeaus zum Sportplatz am hinteren Ortsrand von Ilbeshausen geht.

Der weitere Weg (R3) führt um den Steinkopf,  auf einer Höhe von ca. 500m üNN, herum. Hier bietet sich dem Wanderer bei gutem Wetter eine hervorragende Fernsicht bis in die Rhön. Durch die freie Flur nördlich von Ilbeshausen-Hochwaldhausen geht es dann zurück zum Parkplatz.
Ganz in der Nähe  laden das Gasthaus „Felsenruhe“, der „Sauwirt“, das „Inselcafe“ und weitere Gaststätten zu einer Rast ein. Auch Unterkunftsmöglichkeiten sind vorhanden. Besichtigenswert ist vor allem das fachwerkliche Meisterstück des Baumeisters Hans Muth, die 1691 erbaute „Teufelsmühle“.