Basalt-Riese in Deutschlands Mitte

Der Vogelsberg ist Mitteleuropas größtes Vulkangebiet. Vor etwa 17 Millionen Jahren war es aktiv - wenn auch nicht so spektakulär wie der Kilimanscharo oder die Vulkane auf Hawaii. Zwar gab es auch Schlote, aus denen sich das Magma mit gewaltigen Gasexplosionen Bahn brach, doch erhielt das Vulkangebiet seine riesenhaften Ausmaße durch die zahllosen Austrittsöffnungen die Lava und Asche in ganz verschiedenen Variationen und zu unterschiedlichen Zeiten zu Tage förderten.
Das läßt sich in vielen Geotopen noch erkennen.

Aus den entstandenen Rissen quoll Lava, die schließlich eine Fläche von 2500qkm bedeckte. Im Zentrum dieses so entstandenen Vulkangebietes ist die Lavadecke über 700m stark.

Seit 15 Millionen Jahren ist es ruhig geworden im Inneren, doch haben Eiszeit, Erosion und Verwitterung das äußere Bild verändert, die

Basaltschicht abgeschliffen und die, für die Region so typischen, Täler mit kleinen Wasserläufen geschaffen.

Härtere Basalte blieben fast unberührt und bilden heute teils bizarre Formen. Das Innere der ehemaligen Schlote zeichnet sich durch Dichte und damit Härte aus, so dass man sie heute noch als Kuppen erkennen kann, auf denen oft Orte thronen.

Dort, wo Menschen durch Basaltabbau die Schlote aufgeschlossen haben, zeigen sich auch für Laien  interessante geologische Formen – etwa die typischen Fünf- oder Sechskantsäulen des Vogelsberger Basaltes.

Der im Jahre 2012 gegründete "Geopark Vulkanregion Vogelsberg" will dieses hohe geotoristische Potenzial aufgreifen und national bekannt machen. Mehr zum Vulkanismus ...