Zu welcher Zeit war der Vogelsbergvulkanismus aktiv?

Die Förderung der vulkanischen Gesteine begann vor etwa 19 Mio. Jahren und erreichte vor ungefähr 17 bis 14 Mio. Jahren ihren Höhepunkt, um vor circa 10 Mio. Jahren auszuklingen. Der Vogelsberg entstand durch eine große Anzahl von Spaltenergüssen und Einzeleruptionen in mehreren, zeitlich versetzten Schüben, die durch längere Ruhephasen unterbrochen wurden. Obwohl der Vogelsberg seinem heutigen Aussehen nach wie ein großer, zentraler Einzelvulkan wirkt, war er das nie! Vielmehr war er eine von etlichen Ausbruchsstellen geprägte Vulkanregion.

So könnte es in der Hauptaktivitätsphase hier ausgesehen haben

Noch heute erkennt man die ehemaligen Schlote aus hartem Basaltgestein, um die herum das einstmals abgelagerte Gestein längst abgetragen wurde, wie z.B. der Rehberg und der Stornfels. Besonders markant präsentieren sich die am Rande des Vogelsberg befindlichen ehemaligen Schlote, als Beispiele seien der Burgberg bei Friedberg in der Wetterau, die Burgen Gleiberg und Vetzberg - bei Gießen auf zwei Basaltschloten gelegen -  oder auch der Frauenberg bei Fulda genannt. Im Vogelsberg liegen Herbstein, Ulrichstein und auch Stornfels auf ehemaligen Schloten. Auch das Örtchen Amöneburg, im Nordwesten des Vogelsberges gelegen, befindet sich auf einem großen ehemaligen Basaltschlot.

Stornfels (Nidda) liegt auf einem Basaltschlot