Ortsteile von Lich

Bettenhausen - Einwohner:
Bettenhausen wird im Jahr 771 zum ersten Mal im Lorscher Kodex erwähnt. Der Ort hat einen hervorragenden barocken Kirchenbau. Er lehnt sich an einen Chorturm des 13. Jahrhunderts, der unter Arnsburger Einfluss steht. Die Ausstattung mit geschwungener Empore, Stuckdecke, Kanzel und Marmoraltar ist ursprünglich (1747/48). Volkskundliche Besonderheit ist eine Totenkrone des 18. Jahrhunderts. Die Orgel von 1854 verdankt man Joh. G. Förster.

Birklar - Einwohner:
Der Stadteil Birklar wird im Jahr 791 zum ersten Mal in der Güterliste des Klosters Lorsch erwähnt. Die Kirche war ursprünglich als Bibliothek des Kloster Arnsburg gebaut (1755) und wurde, um ein Geschoß erniedrigt, 1819 nach Birklar ersetzt. Sie steht auf den Fundamenten eines älteren Baues. Von der spätbarocken Ausstattung ist die Orgel hervorzuheben. Die Orgel stammt von dem bedeutenden Orgelbaumeister Bürgy. Altar, Kanzel und Orgel bilden eine Einheit.

Eberstadt - Einwohner:
Eberstadt wird im Jahr 788 aufgrund einer Schenkung an das Kloster Lorsch zum ersten Mal im Lorscher Codex erwähnt. Die Kirche wurde 1692/93, der hölzerne Vorbau 1770 errichtet. Weitere Inschriften der Eberstädter Gebäude deuten auf die Zeiten des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Herrenhaus des "Pfaffenhofes" (Erker und Haustür von 1266) wurde im Jahr 1698 erbaut, der Wirtschaftshof 1757.

Langsdorf - Einwohner:
Langsdorf wird urkundlich erstmals 771 genannt, als dem Kloster Lorsch 20 Morgen Ackerland und Wiesen in "Lanotorp" gestiftet wurden. Die im Langsdorfer Wald erhaltenen Grabhügel "Heidenkippel" aus der La-Tène-Zeit sind Zeichen einer frühen Besiedelung dieser fruchtbaren Landschaft. Sehenswert sind die Kirche von 1780 bis 1782 mit ihrem Kirchturm aus dem 12. Jahrhundert, das 1698 erbaute Rathaus sowie verschiedene Fachwerkhäuser im fränkisch-hessischen Stil aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.

Muschenheim - Einwohner:
Muschenheim wird im Jahr 774 zum ersten Mal im Lorscher Codex erwähnt. Eines der ältesten menschlichen Zeugnisse in der Gemarkung Muschenheim ist der "Heilige Stein", eine 4000 bis 5000 Jahre alte Begräbnisstätte. Aus späterer Zeit stammen die 40 Hügelgräber im Vorderwald. Über einen Zeitraum von 2000 Jahren haben hier Menschen gewohnt und ihre Toten begraben. In einem der Gräber fand man ein prachtvolles Bronzeschwert, dessen Abbild das Muschenheimer Wappen ziert. Die Kirche mit ihrer romanischen Grundstruktur wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts erbaut. Das Tor des Kirchhofs entstand 1767 und der Helm des Kirchturms 1750.

Nieder-Bessingen - Einwohner:
Steinzeitfunde und Grabhügel aus der Bronzezeit deuten auf eine frühe Besiedelung der Gemarkung Nieder-Bessingen hin. Die Gemeinde selbst wird erstmals urkundlich als "Bessingestat" im 9. Jahrhundert erwähnt. Die Siedlung war um die Wehrkirche und den "Nassauer Hof" angelegt. Der Kirchturm ist spätgotisch. Auf der West- und Nordseite sind Zunftzeichen dargestellt. Das Kirchenschiff stammt von 1738. Die Wappenscheiben in den Fenstern sind in der Mitte des 16. Jahrhunderts entstanden.

Ober-Bessingen - Einwohner:
Die Besiedelung dieses Gebietes erfolgte schon in der Bronzezeit, wovon Hügelgräber in dem unmittelbar beim Dorf gelegenen bewaldeten Hügel "Hässels" künden. Der Name ist im Jahr 1260 erstmals urkundlich erwähnt (Beizhingen superior). Die Kirche im ummauerten Kirchhof entstand um 1500 in gotischer Zeit. Sie war die Burg des Ortes. 1954 wurden im Innern spätgotische Wandmalereien freigelegt. Das obere Torhaus (Pforte) brannte in der Kirchweihnacht 1675 mit dem größten Teil des Ortes nieder. Es wurde im Jahr 1782 an der selben Stelle wieder errichtet und steht unter Denkmalschutz .