Ortsteile von Schwalmtal

Brauerschwend - Einwohner: 556
Nach Überlieferung ist es von Hersfelder Mönchen unter dem Abt Bruneward um 1200 gegründet worden. Die älteste Urkunde von 1320 erwähnt erstmalig den Namen 'Bruwetswende'. Die ausgedehnten Basaltvorkommen der Brauerschwender Hochfläche werden seit den 1930er Jahren abgebaut. Die evangelische Pfarrkirche stammt aus dem Jahr 1748.

Hergersdorf - Einwohner: 155
Es wurde wie Hopfgarten erstmals 812 als 'Werchenbrunnen' urkundlich erwähnt. In der Gemarkung des Dorfes steht im 'Birkenschlag' die Heilige Eiche. Die alte Fachwerkkirche von 1770 mußte 1960 einem Neubau weichen.

Hopfgarten - Einwohner: 284
Zahlreiche Hügelgräber in den umliegenden Wäldern zeugen von bronzezeitlicher Besiedlung. Schon im Jahre 812 wird das Dorf Hopfgarten unter dem Namen 'Warta' urkundlich erwähnt. In der Karolingerzeit gab es hier eine Straßenfeste. 1323 ging das Gericht Hopfgarten von den Altenburgern an die Herren von Romrod und kam 1393 durch Kauf an die Landgrafen von Hessen.

Ober-Sorg - Einwohner: 116
Das Dorf Ober-Sorg ist 1030 als Sualmanaha urkundlich erwähnt, 1450 als Swalmen und 1490 als Obernschwalmen. Kuriosiät vor Ort ist das 'Totemann Grab', hier wurde 1818 der namenlose Sohn einer umherziehenden Bettlerin beerdigt. In Ober-Sorg liegt auch das Dorfgemeinschaftshaus, das von Unter-Sorg mit verwendet wird. Es entstand durch den Umbau der alten Volksschule.

Rainrod - Einwohner: 379
Der Ort entstand aus drei Höfen: dem Güntershof, dem Finkenhof und dem Römerhof. Die erste Kirche stand auf dem Güntershof. Die heutige Fachwerkkirche entstand 1660-1673. Im 19. Jahrhundert war Rainrod als Weberdorf bekannt.

Renzendorf - Einwohner: 182
Das Dorf ist eng mit dem benachbarten Brauerschwend verbunden. Es gibt nur eine Kirche und gab nur ein Schulhaus. Renzendorf hat in der Gemeinde den einzigen Haltepunkt an der Bahnlinie Gießen-Fulda.  In Renzendorf ist auch der Sitz der Gemeindeverwaltung der Gemeinde Schwalmtal, die erst 1972 mit der Gebietsreform geschaffen wurde.

Storndorf - Einwohner: 805
Bereits im 9. Jahrhundert gab es hier eine Siedlung mit dem Namen Stozrendorff. Erstmals wurde der Ortsteil im Jahre 1238 erwähnt in Verbindung mit dem Adelsgeschlecht der Herren von Storndorf. Einst gab es im Ort viele Kessel- und Nagelschmiede und auch das Handwerk des Besenbindens wurde intensiv ausgeübt. Beachtenswert ist auch die Pfarrkirche aus dem Jahr 1753.

Unter-Sorg - Einwohner: 65
Unter-Sorg hieß früher Niederschwalm oder Fruleips und gehörte in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts zum Gericht Hopfgarten, das die Landgrafen von Hessen aus dem Romrodschen Nachlass erwarben.

Vadenrod - Einwohner: 363
Erstmals wurde der Ortsteil unter dem Namen Fallerot im 13. Jahrhundert erwähnt. Es ist bekannt, daß die 1720 erbaute evangelische Kirche an Stelle eines älteren Gotteshauses errichtet wurde. Rund um Vadenrod gibt es zahlreiche Hügelgräber aus der Zeit um 1500 v. Chr. Früher wurde in der Gemarkung Eisenerz abgebaut und verhüttet, wovon noch Spuren im Gelände zu entdecken sind.