Ortsteile von Schotten

Betzenrod - Einwohner: 621
Die kleine Fachwerkkirche des Dorfes wurde 1663 erbaut. Das kleine Schmuckstück ist heute aber in privater Hand, da es seit den 1950er Jahren einen Neubau gibt. In der Nähe des alten Kirchenweges, von Betzenrod nach Schotten, liegt der Gluckstein, vermutlich ein keltisches Heiligtum. Zudem hat man von vielen Stellen der Gemarkung des Dofes eine herrliche Aussicht in Richtung Wetterau.

Breungeshain - Einwohner: 414
Breungeshain wurde 1067 erstmals erwähnt und hatte früher eine Burg, die als Straßensicherung 'beim Übergang über das Gebirge' diente. Die älteste Kirche von Breungeshain befand sich inmitten des Friedhofes. Reste der alten Mauern lassen sich noch heute ausmachen. 1715 entstan das jetzige Gotteshaus, wohl die schönste Fachwerkkirche der ganzen Gegend.

Burkhards - Einwohner: 452
Burkhards liegt im stillen Tal der Nidder. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus einer lateinischen Handschaft aus dem Jahr 1020. Die abwechslungsreiche Landschaft rund um das Dorf mit ihren Hügeln und weiten Wiesen lädt zu ausgedehnten Wanderungen ein, z.B. auf dem vorbei ziehenden Vulkanring Vogelsberg oder auf der Bonifatiusroute.

Busenborn - Einwohner: 225
Das beschauliche kleine Dorf Busenborn mit seinem ländlichen Charakter ist am 666 m hohen Bilstein gelegen. Hier soll in alten Zeiten ein großes Götzenbild gestanden haben. Heute wird hier zu Pfingsten der einzige schiefe Maibau Deutschlands aufgestellt. Die Fachwerkkirche von 1630 vermittelt ein gutes Beispiel für die einstige Sakralbauweise in den Vogelsbergdörfern.

Eichelsachsen - Einwohner: 703
Eichelsachsen beeindruckt mit seiner barocken Fachwerkkirche, die 1722 erbaut wurde. Das Portal und die Fenster der Südseite des Gotteshauses sind mit gedrehten Holzsäulen geschmückt. Den Altar ziert ein Kruzifix aus dem Jahre 1520. Unweit des Ortes steht das heutige Gestüt Zwiefalten, einst errichtet als Jagdschloß der Landgrafen von Hessen.

Einartshausen - Einwohner: 492
Das in einem Talkessel gelegene Dorf Einartshausen gehörte früher zum Herrschaftsbereich der Grafen von Solms-Laubach. Die Kirche von Einartshausen ist das älteste aller in der Großgemeinde erhalten gebliebenen Gotteshäuser. Ihr frühester Teil, der Turm, datiert bereits aus dem 13. Jahrhundert. Die ausgedehnten Wälder rundum bieten zahlreiche Wanderwege.

Eschenrod - Einwohner: 607
Am Wildhauskopf über dem Ort wurden Funde gemacht, die auf eine über 4000 Jahre zurückreichende Besiedelung dieser Gegend schließen lassen. Am Pfingstsamstag des Jahres 1825 ging ein schweres Gewitter über dem Eicheltal nieder. Zur Erinnerung an diese Katastrophe wird noch heute der 'Hageltag' in Eschenrod als Bußtag begangen.

Götzen - Einwohner: 329
Die ehemalige Friedhofskapelle von Schotten wurde im 19. Jahrhundert nach Götzen versetzt, und zwar anstelle der alten abgerissenen Kirche. Der schlichte Fachwerkbau beherbergte in seinem Inneren ebenfalls die Schule mit der Lehrerwohnung von Götzen. Der Ort, gelegen am ehemaligen 'Schotten-Ring' bietet zahlreiche Aussichtspunkte mit Rundumblick über die Höhen des südlichen Vogelsberg.

Kaulstoß - Einwohner: 196
Der kleinste Ortsteil von Schotten ist Kaulstoß. Einst war das Dorf von hoher Bedeutung durch seine drei alten, schon aus dem Mittelalter stammenden steinernen Brücken. Zudem lag der Ort an der alten Fernstraße, die parallel zum Flüsschen Nidder verläuft.

Michelbach - Einwohner: 396
Michelbach soll nach einer Urkunde 1495 von vier Männern aus Schotten gegründet worden sein. An dieses Ereignis erinnern vier so genannte 'Gründersteine', die auf dem Kirchhof von Michelbach stehen. Näher liegend ist es jedoch, diese Menhire als uralte heilige Symbole anzusehen, weil sich oberhalb der Kirche der vorgeschichtliche 'Lugrain' befindet.

Rainrod - Einwohner: 1.178
In der Gemarkung von Rainrod, dem größten Stadtteil von Schotten, wurden zahlreiche Hügelgräber entdeckt, die auf eine lange Besiedlung des Gebietes schließen lassen. Die 1836 eingeweihte Dorfkirche ist ein schlichter klassizistischer Bau. Durch seine bevorzugte Lage nahe dem Nidda-Stausee ist der anerkannte Erholungsort Rainrod fremdenverkehrsmäßig zu einem wichtigen Faktor im Raum Schotten geworden.

Rudingshain - Einwohner: 594
Rudingshain ist ein lebhafter kleiner Ort am Rand des Oberwaldes. Schnell ist der Wanderer oder Radfahrer von dort auf dem Hoherodskopf oder der Quelle der Nidda, die durch den Ort fließt.  Bekannt ist das Dorf durch die Sage von der 'Horstburg', doch eine Ritterburg gab es an dem verwunschen erscheinenden Platz im Wald nie. Die Fachwerkkirche von Rudingshain stammt aus dem Jahre 1673.

Schotten - Einwohner: 4.238
Schotten wurde während des 8. Jahrhunderts von iro-schottischen Mönchen, welche von hier aus den Vogelsberg missionierten, gegründet. Im Mai 1978 konnte man das 1200jährige Bestehen von Schotten feiern. Die attraktive Altstadt mit ihrer schönen Kirche lädt zum Bummeln und zur Besichtigung ein.

Sichenhausen - Einwohner: 254
In dem unterhalb des markanten Rehberg gelegenen Dorf Sichenhausen siedelten einst die Arbeiter, die mit der Verhüttung von Eisen aus dem Oberwald beschäftigt waren. Später gingen die Einwohner zur Landwirtschaft über - was an den steilen Hängen nicht einfach ist. Umso attraktiver ist das Gebiet für sportliche Wanderer oder Mountainbiker, die es u.a. zur nahe gelegenen Herchenhainer Höhe zieht.

Wingershausen - Einwohner: 389
Mitte des 11. Jahrhunderts kam der Erzbischof von Mainz nach Wingershausen, das damals Mittelpunkt eines weit ausgedehnten Kirchspiels war. Damals wurde im 'Wingert' auch noch Wein angebaut, wovon noch manche Ackerterrasse heute Zeugnis abliefert. Bekanntheit erlangte das Dorf in der heutigen Zeit vor allem durch die kleine Mohrenkopf-Fabrik mit ihren süßen Köstlichkeiten.