Ortsteile von Nidda

Bad Salzhausen - Einwohner: 541
Erstmals in einer Urkunde erwähnt wurde der Ort, damals noch als ,Salzhusen' im Jahr 1187 in einer Schenkungsurkunde der Grafen Bertold. Die ,Häuser bei den Salzquellen' wurden damals an den Johanniterorden verschenkt. Heute ist Bad Salzhausen ein beliebter Kurort mit einem idyllischen Kurpark, Cafés, Musikpavillon, Minigolf, Justus-von-Liebig-Therme und vielem mehr. Bad Salzhausen ausführlich: www.vogelsberg-touristik.de/Bad-Salzhausen.471.0.html

Borsdorf - Einwohner: 647
Borsdorf ist eine uralte Siedlung. Der Beginn der Besiedlung kann durch Grabungsfunde bis in die keltische Zeit zurückverfolgt werden. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aber erst aus dem Jahr 1207. Die damalige Bezeichnung ,Barstorp' meint soviel wie ,bar' oder 'bloß', also ein alleinstehendes Dorf'.

Eichelsdorf - Einwohner: 1.305
1187 wird in einer Urkunde der Johanniter eine Kirche in 'Eigelesdorph' erwähnt.
Die schmucke Kirche steht außerhalb des Ortes und wurde 1657 durch einen Brand stark beschädigt. Durch den Ort fließt der Eichelbach, der in der Dorfmitte in die Nidda mündet. Im alten Ortskern stehen sehenswerte Fachwerkhäuser, das Schulhaus von 1895 und das Pfarrhaus. Eichelsdorf liegt direkt am Vulkanring und ist Einstieg in die 'Naturtour Nidda'

Fauerbach - Einwohner: 600
Seinen Namen hat der Ort durch einen Bach, der durch ihn hindurch fließt. Dieser hatte durch Auswaschung von Eisenerz eine rötliche Färbung. Daher wurde der Ort im Jahr 1076 auch als ,Fiurbah' und 1347 als ,Furbach' - also Feuerbach - bezeichnet.

Geiß-Nidda - Einwohner: 1008
Urkundliche Nennung des Ortes 1234 erstmals als ,Hisnithe', 1317 als ,Gysneit' und ab dem 15. Jahrhundert als ,Gysniyde'. Die Kirche zählt zu den ältesten der Großgemeinde und stammt im ersten Bauabschnitt aus dem 12. Jahrhundert. Die kleine Basilika war im 13. Jh. kurzzeitig Wallfahrtskirche.

Harb - Einwohner: 701
Im großen Harbwald, der heute als Naherholungsgebiet dient, kann die Geschichte bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgt werden.1935/36 wurde hier ein Militärflugplatz erbaut, der bis 1945, zuletzt durch das Geschwader Richthofen, genutzt wurde.

Kohden - Einwohner: 857
Erstmals 1187 als 'Coden' (in den/bei den Hütten) urkundlich erwähnt. Bis 1899 war Bad Salzhausen Bestandteil von Kohden. Hier führte auch die vom Gemeinen Salinenrat Langsdorf in den Jahren 1776 bis 1786 erbaute 'Wasserkunst' durch, die Niddawasser zu den Solepumpen nach Bad Salzhausen führte und an die heute noch das 'Radhaus' in Kohden (heute Wohnhaus) und das Wasserrad in Bad Salzhausen erinnern.

Michelnau - Einwohner: 283
Das ländlich geprägte Dorf wurde 1187 in einer Schenkungsurkunde der Niddaer Grafen an die Johanniter als ,Michelenowa' erstmals erwähnt. Die Geschichte ist, wie von vielen umliegenden Stadtteilen, eng mit der Geschichte Niddas verbunden, wo die Bevölkerung während des 30järigen Krieges oder bei Pestepidemien hinter den Stadtmauern oder bei den Johannitern Zuflucht suchte. Seit 2010 nennt sich Michelnau ,Vulkandorf' - wegen dem bedeutenden Geotop (Steinbruch) im Ort, der eine Besichtigung lohnt.


Nidda - Einwohner: 5.142
Nidda wurde erstmals zur Amtszeit des Abtes Ratgar zu Fulda 802 – 817 im Wetterau Cartular erwähnt, eine Schenkungsurkunde von 1187 der Grafen Berthold an die Johanniter belegt Nidda als Siedlung, 1234 wird Nidda erstmals als Stadt erwähnt. Die Johanniter unterhielten in Nidda die achtälteste Johanniterkomturei Deutschlands und die älteste Hessens am heutigen Beundehang.

Ober-Lais - Einwohner: 676
In in einer fuldischen Urkunde von 1130 wird der Ort ermals als ,Leysa' erwähnt, was soviel bedeutet wie 'das Wasser an der Leite (Berglehne)'.Die Unter-Laiser Kirche wurde um 1200 n. Chr. als Johanniterkirche gebaut und zeigt zahlreiche romanische Elemente.

Ober-Schmitten - Einwohner: 947
Der Stadtteil ist besonders durch die Papierfabriken bekannt. Papierherstellung hat dort Tradition seit 1149, als erstmals die 'Obere Waltsmytte' erwähnt wurde, aus der 1630 eine landgräfliche Papiermühle wurde. Die Symbole im eigenen Wappen zeigen Papier und Schmiedewerkzeug. Durch sie wird der Werdegang des Ortes dargestellt.

Ober-Widdersheim - Einwohner: 1.040
Erstmals im 9. Jahrhundert wird der Ort nach seinem Gründer - Wydrat - als ,Wydratisheim' erwähnt. Er gehörte zur Fuldischen Mark, war später Gerichtsort und gehörte zum Amt Stornfels, daß die Grafen von Ziegenhain in der Hand hatten. Die Ober-Widdersheimer Kirche steht hoch über dem Dorf auf einem Berghang und wurde Mitte des 13. Jahrhunderts als Wehrkirche erbaut.

Schwickartshausen - Einwohner: 255
Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes stammt aus dem Jahr 1200, jedoch dürfte die Entstehung des Ortes in die Zeit zwischen 500 bis 800 n.Chr., also der fränkischen Landnahme und Christianisierung, zurückreichen. Das wuchtige Bauwerk der Kirche in der Dorfmitte stammt im Unterbau des Turmes aus romanischer Zeit, der Chor und der Turmhelm sind gotisch, das Kirchenschiff stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Stornfels - Einwohner: 225
Der kleine Ortsteil auf dem markanten Basaltgipfel wurde vermutlich zwischen 800 und 1300 gegründet, doch fehlen dafür die Belege. Mitte des 14. Jahrhunderts bauten die Grafen von Ziegenhain an dem günstigen Platz eine Burg, die der Straßensicherung diente. Heute ist der Ort vor allem wegen seiner prächtigen Fernsicht bei Wanderern geschätzt. Stornfels liegt direkt am Vulkanring.

Ulfa - Einwohner: 1.229
Die Gründung des Ortes ,Ulfaha', was so viel heißt wie 'am Wasser oder Sumpf gelegene Siedlung' dürfte im 9./10. Jahrhundert zu suchen sei. Lehensherren waren zunächst die Äbte des Kloster Fulda, dann die Grafen von Nidda und Ziegenhain. Funde aus Hügelgräbern lassen den Schluss zu, das die Gegend um Ulfa bereits zum Ende der Jungsteinzeit besiedelt war.

Unter-Schmitten - Einwohner: 888
Die ersten Erwähnungen des Ortes findet man im Kopialbuch des Klosters Hirzenhain von 1441/42 und 1449, wo von der 'Unteren Waltsmytte' oder von 'zwischen den zwei Waldschmitten' geschrieben wird. Die Unter-Schmittener waren auch als 'Dippemacher' in ganz Oberhessen wegen der Qualität ihrer Waren bekannt.

Unter-Widdersheim - Einwohner: 315
Die Geschichte von Unter-Widdersheim beginnt bereits im 4.Jahrtausend v. Chr.  Im Neubaugebiet 'Im Loch' befindet sich ein erhalten gebliebener 2,30 m großer Menhir - der Kindstein - aus Trachytgestein, das beim Häuserhof vorkommt. Er ist einer der wenigen Zeugen aus der Zeit vor  1000 v.Chr. Der zweite Zeuge aus frühgeschichtlicher Zeit ist der Nachweis eines Wachturmes des von den Römern erbauten Limes, der von Inheiden kommend an Unter-Widdersheim vorbei nach Echzell führt.

Wallernhausen - Einwohner: 1.079
Wallernhausen wurde 951 n.Chr. in einer Urkunde erstmals erwähnt und war in den nachfolgenden Jahrhunderten auch Gerichtsort. Die Kirche wurde 1738 als reine Barockkirche erbaut.