Ortsteile von Kirtorf

Arnshain - Einwohner: 326
Arnshain ist seit 1231 beurkundet. Namenspatron soll der Mainzer Bischoff Arnold von Seelenhofen (1155-63) sein. Die 1885 durch Blitzschlag zerstörte alte Kirche soll aus dem Jahre 1210 gestammt haben. Dorf und Kirche gehörten zu Amöneburg und unterstanden dem mainzischen Amt Neustadt in der Grafschaft Ziegenhain. In den Machtkämpfen mit Kurmainz eroberte der hessische Landgraf die Ortschaft und unterstellt sie 1425 seinem Amt Kirtorf.

Gleimenhain - Einwohner: 176
Gleimenhain wird als 'Glymen' erstmals 1278 bezeugt. Zu dieser Zeit war der Ort fuldisches Lehen der Grafen von Ziegenhain. 1293 werden die Herren von Gleimenhain mit einem Burgsitz erwähnt. Bei diesem Burgsitz handelt es sich möglicherweise um die Nellenburg. Das Dorf ist dann an die Zisterzienserbateil Haina gekommen und wüst geworden. 1461 erwarb der hessische Haushofmeister Hans v. Dörnberg die Wüstung und baute sie an einem neuen, dem heutigen Standort wieder auf.

Heimertshausen - Einwohner: 303
Der Ort wird 1272 erstmals genannt. Standesherren waren die Herren von Romrod und später die Herren von Lehrbach, gefolgt von den hessischen Landgrafen. Heimertshausen gehörte zum Kirtorfer Eußergericht und teilte sein Schicksal bis heute. Seit 1972 ist es Stadtteil von Kirtorf.

Kirtorf - Einwohner: 1.318
Eine erste Erwähnung in 917/18 als 'Gleene, wo die Kirche gebauet', wird auf Kirtorf bezogen. Eine noch ältere Urkunde (um 780/802) kann ebenfalls für Kirtorf in Erwägung gezogen werden. Später wird der Ort Mittelpunkt eines mainzischen Sendgerichts (Sedessitz) von 40 umliegenden Dörfern, von denen heute nur noch 17 bestehen. Im Jahre 1205/6 ist Kirtorf fuldische Ortsvogtei der Grafen von Ziegenhain, die bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts Gerichtsherren sind.

Lehrbach - Einwohner: 267
Lehrbach wird erstmals 1180 in Verbindung mit dem Rittergeschlecht der Herren von Lehrbach genannt. 1349 erhielten diese die Burg als Mannlehen von den hessischen Landgrafen. Mitglieder dieser Familie waren in der Folgezeit oft Inhaber hoher Ämter und Würden und gehörten vornehmen Ritterorden an. Um 1550 verlegten die Herren von Lehrbach zeitweise ihren Wohnsitz nach Heimertshausen.

Ober-Gleen - Einwohner: 480
Obwohl die Gemeinde Ober-Gleen erst 1390 in die bezeugte Geschichte eintritt, ist sie sicher so alt wie Kirtorf.  Im 15. Jahrhundert war der Deutsche Orden in Ober-Gleen begütert. Bekannt wurde Ober-Gleen im vorigen Jahrhundert durch das Schicksal des Freiheitskämpfers Pfarrer Dr. Weidig, der in den Ort strafversetzt wurde.

Wahlen - Einwohner: 363
Die älteste urkundliche Überlieferung von Wahlen stammt aus einem Ältestenverhör des Erzbischofs vom Mainz im Jahre 1297.