Ortsteile von Hungen

Bellersheim - Einwohner: 1.075
Der Name dieses Stadtteils erscheint erstmals im Jahre 769 in der althochdeutschen Form 'Baldratesheim'. Grabhügel aus der Bronzezeit sind in der Flur 'Hartfrost' im Nordwesten von Bellersheim heute noch zu sehen.

Hungen - Einwohner: 4.521
Urkundlich wurde die Kernstadt erstmals am 28. August 782 als Schenkung Kaiser Karls des Großen an das Stift Hersfeld erwähnt. Mit den umliegenden Ortschaften und Rodungen wurde Hungen zur sogenannten 'Hersfeld'schen Mark' erweitert. Kaiser Karl IV. verlieh am 20. April 1361 die Stadtrechte.

Inheiden - Einwohner: 1.144
Der zwischen Hungen und Inheiden verlaufende ehemalige römische Grenzwall (Limes) deutet mit seinen Kastellen darauf hin, daß die Bedeutung von Inheiden bis in die Römerzeit zurück reicht. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte allerdings erst im Jahre 1148.

Langd - Einwohner: 764
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1242 als Lank, danach erschien er unter den Namen Langete, Oberlangd und Niederlangd. Von den Grafen von Ziegenhain wurde Langd im Jahre 1450 an Hessen vererbt und kam 1627 zu Hessen-Darmstadt.

Nonnenroth - Einwohner: 739
Dieser Stadtteil wurde erstmals im Jahre 1271 urkundlich erwähnt und entstand in der Zeit der Staufer. Auf einer Bergkuppe weithin sichtbar befindet sich das Wahrzeichen Nonnenroths, die spätromanische Kirche, von der heute nur noch der alte Chorturm erhalten ist. Die herrliche Lage führte dazu, daß hier in den letzten Jahrzehnten zahlreiche  Wochenendhäuser entstanden.

Obbornhofen - Einwohner: 911
Bereits im Jahre 767 wurde Obbornhofen erstmals urkundlich erwähnt. Die Kirche und das älteste Fachwerk-Rathaus der Region sind Prunkstücke des Ortes.  Anlässlich der im Jahre 1967 durchgeführten 1200 Jahrfeier wurde der Grundstein für das vom Heimatverein aufgebaute und betreute Heimatmuseum gelegt. Dieses Kleinod gewährt einen hervorragenden Einblick in das Leben und Treiben in früherer Zeit.

Rabertshausen - Einwohner: 140
In einer Schenkungsurkunde des Grafen Berthold von Ziegenhain aus dem Jahre 1252 taucht erstmals der Name Rabertshausen auf. Die Weiler Ringelshausen, Haubenmühle und Reinhäuser Hof mit der Weißmühle gehörten zu Rabertshausen.

Rodheim - Einwohner: 408
Das durch umfangreiche Rodungen entstandene Rodheim wurde 804 erstmals urkundlich erwähnt. Von etwa 1255 bis 1835 war Rodheim Gerichtsort. Die alten Flurnamen lassen vermuten, dass es hier eine keltische Kultstätte gab, die im Zuge der iroschottischen Mission in eine christliche Anbetungsstätte umgewandelt wurde. In der auf einer Bergkuppe erbauten sehenswerten Kirche befindet sich ein altertümlicher Taufstein.

Steinheim - Einwohner: 566
In Urkunden des Klosters Arnsburg taucht der Name Steinheim erstmals im Jahre 1356 auf. Ältestes Kulturdenkmal ist der sogenannte Trinkbrunnen. Der 1450 erbaute Turm der Katharinenkapelle blieb bei einem Großbrand im Jahre 1646 als einziges Bauwerk des Dorfes erhalten. Der Wiederaufbau des Ortes dauerte sehr lange. Im Jahre 1787 entstand die erste Schule.

Trais-Horloff - Einwohner: 570
Im Jahre 780 erstmals urkundlich erwähnt, wurde der Ort aber erst bekannt, als 1837 die Grafen von Solms-Laubach begannen Torf zu gewinnen. Daraus entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts der Abbau der umfangreichen Braunkohlelager. In dem anfänglichen Untertage-Betrieb wurde bis zum Jahre 1950 über Tage gearbeitet. Das riesige "Baggerloch" füllte sich rasch mit Wasser und es entstand der größte See Oberhessens.

Utphe - Einwohner: 641
Die erste urkundliche Erwähnung finden wir im Lorscher Codex aus dem Jahre 773, als ein Albuin dem Kloster Land in der 'Odupher Marka' schenkte. Ein 1958 gefundener alter Mahlstein bestätigt, dass sich hier eine keltisch-germanische Siedlung der Latène-Zeit (4.-1. Jhd. v. Chr) befand. Herausragende Bauten aus früheren Zeiten sind heute verschiedene Fachwerkhäuser, in denen u.a. die Schule und die Gemeindeverwaltung ihr Domizil hatten.

Villingen - Einwohner: 1.359
Wann der im Nordosten der Kernstadt liegende Stadtteil Villingen erstmals urkundlich erwähnt wurde, ist nicht genau bekannt. Ab 1423 waren die Grafen von Solms die Herren von Villingen. Die Bewohner hatten es in diesem Gebiet besonders schwer und während des Dreißigjährigen Krieges war der Ort zeitweise regelrecht entvölkert. Im Jahre 1806 kam Villingen ebenfalls zum Großherzogtum Hessen.