Ortsteile von Grebenau

Bieben - Einwohner: 229
Am Nordrand des Gründchens liegt das Haufendorf Bieben mit dem Weiler Merlos südlich davon. Seine erste urkundliche Erwähnung findet der Ort im Jahre 1231, als das Augustiner-Chorfrauenstift Immichenhain hier Besitzungen erwarb. Die alte Schreibweise 'Bibernahe' wird als lebendiges Wasser gedeutet, deren Wortstämme aus der keltischen Sprache kommen.

Eulersdorf - Einwohner: 162
Am Zusammenfluss der Schwarza mit dem Reimenröder Bach liegt Eulersdorf, einer der kleinsten Stadtteile. Die erste urkundliche Erwähnung findet das Dorf 1270 mit den Erwerbungen von Gütern durch die Johanniter. Der alte Name 'Ailhardesdorph' bedeutet Dorf des Adehart.

Grebenau - Einwohner: 919
Der Hauptort der Gemeinde liegt an der Einmündung der Schwarza in die Jossa. Seine einst bedeutende Stellung hat Grebenau der alten Handelsstraße 'Kurze Hessen' zu verdanken, die hier vorbeilief. Erstmals 1073 wird Grebenau urkundlich erwähnt. 1270 ließ der Abt von Fulda die örtliche Wasserburg zerstören, die anschließend von den Rittern des Johanniterordens wieder aufgebaut wurde, die sich in Grebenau eine Kommende schufen. Im 16. Jh. kam der Ort an die Landgrafen von Hessen, die 1605 auch die Stadt- und Marktrechte verliehen.

Reimenrod - Einwohner: 141
Die Gründung von Reimenrod fällt in die karolingische Zeit (um 800). 1264 wird das Dorf zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als Ludwig von Romrod seine Besitzungen hier an das Kloster Haina verkaufte. Zu dieser Zeit heißt der Ort noch 'Reymarod', was soviel wie Rodung des Reinmar bedeutet. Später kam Reimenrod in den Besitz der Johanniter und nach der Reformation an die Landgrafen von Hessen.

Schwarz - Einwohner: 720
Der Ort wird erstmals 1231 in einer Urkunde erwähnt, nach der das Augustiner-Chorfrauenstift Immichenhain Besitzungen in Schwarz erwarb. Die alte Schreibweise von Schwarz –Suarzaha- bedeutet soviel wie schwarzes Wasser. Anders als  die meisten Gründchengemeinden war Schwarz nicht in der Hand der Johanniter, sondern war Fuldischer Besitz, verlehnt an die Grafen von Ziegenhain.Schon im 13. Jahrhundert hatte der Landgraf in Schwarz an der Handelsstraße Frankfurt-Leipzig eine Zollstelle. Hier wurde Wagen-, Vieh- und Weinzoll erhoben. Noch heute besteht der Name in der Flur 'Am Zollstock' weiter.

Udenhausen - Einwohner: 361
Das Dorf liegt in einem lieblichen Wiesental und wird von bewaldeten Höhenzügen umgeben. Erstmals in schriftlichen Quellen erscheint der Ort 1071, als König Heinrich IV. dort Rast machte. Im 13. Jh. war der Ort in der Hand der Johanniter und kam später an die Landgrafen von Hessen. Udenhausen ist bekannt für seine alten, heute stillgelegten Mühlen und die Mordeiche mit ihrer schaurigen Geschichte.

Wallerdsdorf - Einwohner: 272
Nach der alten Schreibweise 'Waldolwißdorph' deutet die Gründung des Ortes auf einen Waldolf hin. Seine erste urkundliche Erwähnung findet Wallersdorf 1263, als Konrad von Schlitz sein Eigentumsrecht, an der in der Gemarkung liegenden Wüstung Christilshausen, an die Zisterzienserabtei Haina abtrat. Während der Johanniterzeit gehörte der Ort zu deren Herrschaftsbereich und ging 1526 mit einem eigenen Gericht in den Besitz der hessischen Landgrafen über, die an der Straße 'Kurzen Hessen' bei Wallersdorf eine Zollstätte hatten.