Birstein - Einwohner: 2.283
Die älteste, im Original erhaltene, schriftliche Überlieferung des Namens 'Birstein' stammt aus dem Jahre 1279. Hier ist von 'Burg Birsenstein' die Rede. Wie zahlreiche andere Kommunen im ehemaligen isenburgischen Herrschaftsbereich hat auch Birstein das  Isenburger Wappen dem Gemeindewappen zugrunde gelegt. Der gewellte blaue Balken ist zusätzliches Symbol für die zahlreichen Bäche der Gemarkung. Das abgebildete Mühlenrad mit seinen sechzehn Schaufeln ist das Sinnbild für die aus sechzehn Ortsteilen bestehende Gemeinde Birstein.

Böß-Gesäß - Einwohner: 107   
Bösgesäß - Einwohner: 86

Es gibt zweimal Bösgesäß: zum einen das sogenannte hessisch Böß-Gesäß, das am rechten Brachtufer gelegen ist. Der Ort kam bei der Teilung des Fürstentums Isenburg im Jahre 1816 zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt in die Provinz Oberhessen. Zum anderen das am linken Brachtufer gelegene Bösgesäß, das sogenannte 'preußisch Bösgesäß', das 1816 mit dem kurhessischen Gericht Reichenbach zu Preußen kam. Es ist der kleinste Birsteiner Ortsteil. Die alte Schule in hessisch Böß-Gesäß wurde im Jahre 1907 erbaut. Ihren Zweck erfüllte sie bis zum Jahre 1967.  

Fischborn - Einwohner: 457
Fischborn liegt auf einer Höhe von 347 m. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahre 1314. In der Fischbörner Gemarkung wird seit über 120 Jahren Trinkwasser für die Stadt Frankfurt gewonnen.  

Hettersroth/Höfen - Einwohner: 318
Die älteste urkundliche Aufzeichnung des Ortsnamens ist aus dem Jahre 1361 erhalten. In diesem Jahr wird eine Kapelle in Hettersroth genannt. Diese wurde aber im Dreißigjährigen Krieg mit dem Dorf stark beschädigt und nicht wieder aufgebaut. Zum Ortsgebiet von Hettersroth gehören noch die Höfen. Höfen besteht aus einer Ansiedlung weniger Gehöfte.  Hier hat sich noch eine Siedlungsstruktur erhalten, die andernorts durch Zusammenwachsen einzelner Gehöfte mit einem Dorf oder Herausbildung eines neuen Dorfes bereits im 16. oder 17. Jahrhundert verschwunden ist.

Illnhausen - Einwohner: 147
Die vormals zum Kreis Büdingen gehörende Gemeinde ist seit 1971 ein Ortsteil Birsteins.
Es gibt hier zwei gutgehende Gasthäuser, welche auch die in Birstein dünn gesäten Übernachtungsmöglichkeiten anbieten. Wie auch in den anderen Ortsteilen wurden in den letzten 25 Jahren auch in Illnhausen viele neue Häuser gebaut.

Kirchbracht - Einwohner: 260
Kirchbracht ist neben Unterreichenbach das älteste Dorf in der Gemeinde. Es findet in einer Urkunde des Klosters Fulda aus dem Jahre 850 erstmals Erwähnung.
Neben kleineren Gewerbebetrieben gibt es in Kirchbracht einen größeren Sägewerksbetrieb. Der zweite Kindergarten der Gemeinde ist in der ehemaligen Schule untergebracht.

Lichenroth - Einwohner: 384
Lichenroth liegt 429 m hoch. Auch in Lichenroth wurde mit viel Eigenleistung der Bürger die alte Schule zum Gemeinschaftshaus umgebaut. Die Brunnenanlage vor dem Gebäude entstand im Zuge der Dorferneuerungsmaßnahme. Lichenroth wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 1241 als 'Libechenrode' erwähnt.

Mauswinkel - Einwohner: 259
Mauswinkel wird als eigener Ort erst sehr spät, nämlich 1546 erwähnt, dürfte jedoch wesentlich älter sein. Vorher erschien es immer im Zusammenhang mit Kirchbracht, z.B. wird 1460  'ein Reit zu Kirchbracht, in dem Meußwinkel gelegen', erwähnt. Neben der Landwirtschaft gibt es in Mauswinkel auch Gewerbebetriebe. In der Gemarkung Mauswinkel findet man die modernste Technik der Stromgewinnung: zwei Windkraftanlagen.

Oberreichenbach - Einwohner: 204
Den ersten geschichtlichen Nachweis des Dorfes Oberreichenbach kann die Forschung für das Jahr 1372 führen. Im Rahmen der Dorferneuerung in Obereichenbach wurde die alte Schule zum Dorfgemeinschaftshaus beziehungsweise Dorfkulturhaus umgebaut.  

Obersotzbach - Einwohner: 553
Die älteste urkundliche Erwähnung ist aus dem Jahre 1326 überliefert. Da in dieser Urkunde von 'Sotzbach superior' die Rede ist, nimmt man das als erste Erwähnung von Obersotzbach. In der Verwaltungspraxis wird aber bis weit ins 17. Jahrhundert nicht zwischen Ober- und Untersotzbach unterschieden, sondern Sotzbach wird lange als einheitliche Gemeinde behandelt.
 

Unterreichenbach - Einwohner: 662
Unterreichenbach, der zweitgrößter Ortsteil der Gemeinde, ist neben Kirchbracht die älteste Siedlung im Gebiet zwischen Salz und Bracht. Hier war jahrhundertlang der kirchliche, verwaltungsmäßige und juristische Mittelpunkt des Gebietes; ferner stand hier die Pfarrkirche, zu der bis zur Reformation alle Orte eingepfarrt waren, hier war lange Zeit der Sitz des Zehntgrafen und hier war die Gerichtsstätte des Gerichts Reichenbach, zuerst unter den Linden, später im Gerichtshaus.

Untersotzbach - Einwohner: 389
Untersotzbach ist etwas kleiner als Obersotzbach. Die Sotzbacher Kirche befindet sich in Untersotzbach und ist das zweitälteste Kirchengebäude nach Kirchbracht. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahre 1488, dort ist von der 'nova ecclesia', der neuen Kirche zu Sotzbach die Rede. Auch an diesem Gebäude ist noch spätgotischer Baustil zu erkennen, wenngleich im 18. Jahrhundert ein größerer Umbau stattfand.

Völzberg - Einwohner: 132
Die erste Erwähnung des Dorfes findet sich im Einkünfteverzeichnis des Pastors von Reichenbach, Philipp von Weilnau, aus dem Jahre 1488, es wird dort 'Fultzbergk' genannt. Hier findet sich auch die höchste Erhebung des Main-Kinzig-Kreises: das Völzberger Köpfchen mit 570,7 m Höhe.

Wettges - Einwohner: 96
Wettges liegt 437 m hoch. Wie auch bei Völzberg, findet sich der älteste urkundliche Nachweis ebenfalls im Verzeichnis von 1488. In Wettges gibt es noch intakte landwirtschaftliche Betriebe und kleine Gewerbebetriebe sind ansässig. Waldarbeit hat eine lange Tradition. So gibt es hier Holzrückebetriebe, die heutzutage mit modernen Maschinen die gefällten Stämme aus dem Wald an die Abfuhrwege ziehen.

Wüstwillenroth - Einwohner: 281
Erste Nachricht von 'Wylnrodt' gibt uns wieder das Verzeichnis von 1488. In einem späteren Abgabeverzeichnis von 1514 heißt der Ort bereits 'Wustenwylnrode'. Das Beiwort 'Wusten' zum Ortsnamen könnte ein Hinweis auf ein wüstliegen der Siedlung in der Zwischenzeit sein.