Wie sieht die Vulkanlandschaft der Eifel heute aus?

Aufgrund der Tatsache, dass der jüngste Eifelvulkanismus vor erdgeschichtlich extrem kurzer Zeit stattfand, unterlagen seine Produkte, wie z.B. Tuffe, Basalte, Trachyte, Bimsablagerungen, kaum der Verwitterung und Abtragung. Deshalb ist die Eifel auch ein Gebiet, das sehr viele Steinbrüche mit Vulkanitaufschlüssen besitzt, die beliebte Forschungsräume von Geowissenschaftlern sind.

Die naturräumlich charakteristische Mittelgebirgslandschaft ist von etlichen Vulkankratern, mächtigen Bimsstein- und Basaltablagerungen und den Maaren, die zum Teil mit Wasser gefüllt sind, geprägt. Bekannte Maare sind z.B. das Schalkenmehrener Maar, das Gemündener Maar und das wahrscheinlich berühmteste Maar, der Laacher See. Die meisten Maare sind jedoch Trockenmaare. Ganz typisch für die Region sind die CO2-Austritte, die meist in den Maaren – ganz besonders am Laacher See - oder an Quellen zu beobachten sind, sie sind ein ganz klares und unmittelbares Zeichen für aktiven Vulkanismus. Gelegentlich kommt es auch zu trockenen CO2 -Austritten. Auch die vielen natürlichen Mineralquellen haben ihren Ursprung im quartären Vulkanismus. Sie werden häufig industriell genutzt und bilden die Grundlage der Eifeler Mineralwasserindustrie.
Im Gegensatz zur noch vor ungefähr dreißig Jahren vertretenen Lehrmeinung, die Eifelvulkane seien erloschen, sind die Wissenschaftler heute der Auffassung, dass die Vulkane der Eifel immer noch als aktiv einzustufen sind. Hinweise hierfür sind auch die immer wieder in der Region stattfindenden kleineren Erdbeben wie z.B. 1983 in der Gegend von Lüttich und 1992 bei Roermond.