Judenpfade - ein dezentrales Museum

Vom 13. Jahrhundert bis zur Vertreibung und Ermordung im 3. Reich lebten Juden in den Dörfern und Städten des Vogelsbergs. Als dezentrales Museum verbindet der Judenpfad im Vogelsberg viele Orte der Erinnerung. Der Judenpfad besteht aus drei Strecken, die sich in Feldatal-Kestrich an der alten Synagoge treffen. Ein weiterer Pfad führt von Kirtorf nach Ober-Gleen. Insgesamt sind ca. 50 Kilometer markiert, an denen 54 Tafeln im DIN A3 Format Interessantes zu Plätzen jüdicher Geschichte erläutern.

Unterschiedliche Aspekte jüdischen Lebens aus Kultur, Religion und Wirtschaft zeigen auch die Alten Synagoge Kestrich, das Kulturhaus Ehemalige Synagoge Romrod, die Judaica als Abteilung im Regionalmuseums Alsfeld, die Totenhalle in Alsfeld und die jüdischen Abteilung im Heimatmuseum Kirtorf. 

Dazu kommen die historischen jüdischen Friedhöfe und einzelne Judenbäder. In Vorbereitung sind weitere Orte als „Abteilungen“ eines "verteilten" Museums.

Die Judenpfade haben nicht den Anspruch von Wanderwegen, sondern verlaufen über Wege mit unterschiedlichen Belag. Sie führen über Radwege, Wanderwege und Wald- und Wiesenpfade.

Einstiegstellen sind nicht ausgewiesen und die Markierung genügt nicht dem Anspruch von Qualitätswegen. Deshalb ist das Wandern ohne GPS-Track nicht zu empfehlen

Die einzelnen Stränge des Judenpfades Vogelsberg sind:

  • Romrod - Feldatal-Kestrich: 10,6 km
  • Feldatal-Kestrich - Storndorf (über Meiches): 17 km
  • Feldatal-Kestrich - Stumpertenrod: 4 km
  • Stumperstenrod - Urichstein (Westroute): 10 km
  • Stupertenrod - Ulrichstein (Ostroute): 7,5 km

Rundtour ab Stumpertenrod auf der Westroute vorbei an Ober Seibertenrod, über Eckmannshain, vorbei am Naturdenkmal "Dicke Steine" und auf der Ostroute zurück: 15 km

Downloads

Ehemalige Synagogen 1. Bild: Feldatal-Kestrich, 2. Bild: Alsfeld