Wann entstanden die Eifelvulkane?

Es gab in der Eifel zwei Perioden vulkanischer Tätigkeit: Die erste Phase fand im älteren Tertiär (Eozän und Oligozän) vor etwa 25 bis 45 Mio. Jahren statt. Hier kam es zu Beginn besonders in der Osteifel zu verstärktem Vulkanismus. Allerdings wurde nur relativ wenig Material aus dem Erdinneren gefördert. Typisch sind Basaltkuppen, die von Tuffringen umgeben sind, ein Zeichen dafür, dass vor dem Austreten der Lava explosionsartige Tuffaustritte stattfanden, die den Vulkanschlot ausräumten. In der Westeifel gibt es nur vereinzelt tertiäre Vulkane.

Der quartäre Vulkanismus begann vor knapp einer Mio. Jahren und konzentrierte sich zum einen auf ein Vulkanfeld in der Westeifel, das von Bad Bertrich im Südosten bis Ormont nahe der belgischen Grenze im Nordwesten reicht. Zum anderen bildet in der Osteifel das Gebiet rund um den Laacher See einen Schwerpunkt der quartären Ausbrüche, dessen Südgrenze ist bei Mayen anzusetzen, das rechtsrheinische Neuwied  begrenzt im Osten, Koblenz im Südosten.
 Als ältester quartärer Vulkan wird der Beuel bei Zilsdorf auf ca. 970.000 Jahren datiert. Die jüngsten Eifelvulkane sind die Maare, kaum eines ist älter als 20.000 Jahre. Das jüngste Eruptionszentrum der Eifel ist das Ulmener Maar, das vor ca. 11.000 Jahren entstand.  Der nachweislich spektakulärste Ausbruch schuf den heutigen Laacher See - vor erdgeschichtlich geradezu lächerlich kurzen 13.000 Jahren: Hier entluden sich in wenigen Tagen nahezu sechs Kubikkilometer Magma, „wesentlich mehr als aus allen 300 Schlackenkegeln mit ihren Lavaströmen der Eifel-Vulkanfelder zusammen. In dieser extrem kurzen Zeit wurden gewaltige Massen an Asche und Bims bis über 30 km hoch in die Atmosphäre geschleudert und bis nach Schweden und Italien verfrachtet“ , schildert Prof. Dr. Hans-Ulrich Schmincke in seinem Standardwerk „Vulkanismus“ (2000) diese gewaltige und hochexplosive Eruption.