Was ist eigentlich ein „Geotop“?

„Geotope sind erdgeschichtliche Bildungen der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde und des Lebens vermitteln. Sie umfassen Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Mineralien und Fossilien sowie einzelne Naturschöpfungen und natürliche Landschaftsteile. Dabei kann es sich um natürliche oder vom Menschen geschaffene Aufschlüsse handeln, um Landschaftsformen oder um Erscheinungen, die das Wirken geologischer Kräfte und Spuren des fossilen Lebens zeigen.“ So definiert das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) den Begriff. Geotope sind für Wissenschaft, Forschung und Lehre, Natur- und Heimatkunde Zeugnisse der Erdgeschichte von besonderem Wert.


Sie sind sehr vielgestaltig: Die Palette umfasst z.B. markante Felsformationen, erdgeschichtlich interessante Aufschlüsse von Gesteinsabfolgen oder Böden, wichtige Mineralien- oder Fossilienfundstellen, Höhlen, Moore, Seen, Quellen oder auch Bachschwinden, die in durchlässige Gesteinsschichten versickern.


Das HLUG erfasst seit 1978 Geotope als schutzwürdige Objekte. Auch im Vogelsberg wurden die Geotope dokumentiert, nach Abschluss dieses Projektes wurden über 200 Geotope in der Vogelsbergregion verzeichnet. „Aus der Gesamtheit der Geotope sollen nur diejenigen geschützt werden, die sich durch ihre besondere erdgeschichtliche Bedeutung, Seltenheit, Eigenart oder Schönheit auszeichnen“, schreibt das HLUG fest. Die Geotope sollen zugänglich gemacht, gepflegt und durch diese Nutzung erhalten werden. In den Gemeinden Schotten, Gedern, Herbstein, Homberg und Ulrichstein wurden seit 2012 erste Geotope mit informativen Schautafeln versehen.

Wo befinden sich besonders interessante Geotope im  Großraum Vogelsberg?